Nachfolge? Das lohnt sich doch nicht…

Da sind wir ganz anderer Meinung!

 

Zwischen Unternehmen, die zur Nachfolge anstehen, und potenziellen Nachfolgern klafft eine stetig wachsende Lücke. Laut Schätzungen des IfM Bonn vom vergangenen Dezember werden bundesweit zwischen 2026 und 2030 jährlich rund 37.200 Unternehmen aus persönlichen Gründen übergeben. Somit stagniert die Anzahl der Unternehmensübertragungen trotz der zunehmenden Alterung der Inhaber*innen. Grund für diese Stagnation ist laut Untersuchung die schlechtere Ertragslage, mit der viele Unternehmen in den vergangenen Jahren konfrontiert waren.

 

Herausfordernde Rahmenbedingungen in (Welt-)Wirtschaft & Politik

Strukturelle Probleme und aktuelle politische Entwicklungen wirken ungünstig zusammen und sorgen dafür, dass der betriebliche Generationswechsel branchenübergreifend zur Herausforderung wird. Das Matching zwischen Übergebenden und Nachfolgenden wird zunehmend schwieriger, denn eine gewisse Unsicherheit macht sich breit, die für eine Übergabe relevanten Parameter sind „nicht sexy genug“, eine optimistische Prognose für die kommenden Jahre ist schwierig – und das, obwohl es sich häufig um über Jahrzehnte etablierte und stabile Unternehmen handelt.  Dies hat zur Folge, dass sich eine Übernahme aus Sicht von Nachfolgerinteressierten immer häufiger „nicht mehr lohnt“.  Zu wenig planbar, zu viele Fragezeichen.

 

Was macht mein Unternehmen für Nachfolger*innen attraktiv?

Diese Frage sollten Sie sich als Übergebender stellen… und die Zeit bis zum „Tag X“ für mögliche Optimierungen und/oder Investitionen nutzen. (siehe dazu auch unser Beitrag „Die Braut chic machen – think

Was ist gegeben? Und was ist möglich? Sehen Sie genau hin, schärfen Sie Ihren Blick und kommunizieren Sie die Vorzüge und Potenziale Ihres Unternehmens klar nach außen.

 

Aufbauen auf Bestehendem

Mitarbeiter, Lieferanten, Kunden, Abläufe, Reputation, Netzwerk… Im Gegensatz zu einer Neugründung kann bei einer Unternehmensnachfolge auf einer soliden Basis aufgebaut werden. So startet man nicht bei Null, sondern kann mit bereits Vorhandenem quasi direkt loslegen und darauf aufbauen.

 

Innovationkraft durch „frischen Wind“

Die fortschreitende Digitalisierung und die damit verbundene hohe Marktdynamik durch schnelle technologische Entwicklungen bieten vielfältige Chancen für die nachfolgende Generation als „digital natives“. Eine frische Perspektive des Übernehmenden beugt Betriebsblindheit vor („Das haben wir schon immer so gemacht“) und kann so Prozesse effizienter gestalten, das Innovationstempo erhöhen und neue Geschäftsfelder erschließen.

 

Aus der Region – für die Region

Lokale Wirtschaftsförderungen sowie IHK und Handwerkskammern liegt der Erhalt der regionalen Unternehmen und der Unternehmerlandschaft, und somit der Erhalt von Arbeitsplätzen und Wirtschaftskraft am Herzen. Sie bieten umfangreiche Informationen, fachliche Beratung, Fördermittel und vielfältige Netzwerkmöglichkeiten. Nutzen Sie dies!

 

Nachfolge ist nachhaltig

ESG-Kriterien, effizientes Ressourcenmanagement, Umweltzertifikate und Unternehmens-Kultur: Wie nachhaltig ein Betrieb aufgestellt ist, spielt bei jungen Nachfolgern eine immer größere Rolle. In regional verwurzelten Unternehmen sind regional verankerte Nachhaltigkeitsziele besser umsetzbar, z. B. regionale Lieferketten, Recyclingprogramme oder Energiesparmaßnahmen. Langfristige (neue) Strategien, Umwelt-, Sozial- und Governance-Themen lassen sich unter neuer Leitung oftmals leichter implementieren und können perspektivisch als Werttreiber und Attraktivitätsfaktor genutzt werden.

 

Unternehmerische Nachfolge stiftet Sinn

Erhalt regionaler Identität und generationsübergreifende Perspektiven, um so die Markt- und Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und Zukunftsfähigkeit des Unternehmens zu sichern, steigern die persönliche Motivation. Man erhält etwas von Wert und bewahrt es – oft ein wichtiger Aspekt in unserer schnelllebigen Zeit.

 

 

Egal ob Übergeber oder potenzieller Übernehmer: Lassen Sie uns die Unternehmens-Nachfolge als gemeinsames Zukunftsprojekt verstehen, denn Nachfolge lohnt sich auf jeden Fall!

Und wenn Sie auf Ihrem ganz persönlichen Nachfolge-Weg individuelle Unterstützung und fachlich fundierte Begleitung suchen, sprechen Sie uns gerne an.

 

weiterführende Links:

Unternehmensnachfolgen in Deutschland 2026 bis 2030

„Das Unternehmertum muss wieder attraktiver werden“ – Unternehmeredition.de

 

Foto:

pixabay / Luisella Planeta